Die Sklavin

13.07.2006 - Gestern Abend

Wie enttäuscht ich doch war!

 

Vorgestern abend hatten er sich vorgenommen, dass ich gefesselt schlafen werde. Ich habe mich sehr darauf gefreut, denn es macht mir spaß an der Grenze des Verbotenen zu spielen. Allerdings sind dies wirklich immer Grenzspiele, die auch meine Gefühle und meine Empfindungen an die Grenzen treiben. Schnell mussten wir abbrechen, da ich mit der Belastung noch nicht klar kam. Wir haben darüber geredet und es war für uns beide völlig okay und trotz meines "Versagens" ein schöner Abend. Wir hatten besprochen, dass wir langsamer starten wollen, dass er nicht zu sehr viel von mir verlangen soll, da die Fesseln viele unangenehme Erinnerungen in mir hoch bringen. Wir waren uns einig, dass wir uns Zeit lassen und ich immer wieder abbrechen kann. Allerdings haben wir dann auch aus gemacht, dass wir es am nächsten Tag (also gestern) nochmal versuchen, ungezwungener, wenn es hell ist.

 

Ich sprach ihn also gestern darauf, dass wir ja üben wollten. Er sagte mir, das würden wir tun, aber später im Bett. Da ich ihm vertraue und das auch eigentlich kann, war das okay, denn ich dachte, er hätte sich was überlegt um es mir angenehmer zu machen.

 

Als es dann schließlich so weit war, nahm er das Seil und wollte mich wie am Vorabend an der Heizung fest binden. Es war ein Desaster. Weil ich wusste, dass das  nicht das war, was wir vereinbart hatten und das es nicht klappen würde, sperrte ich sofort. Ich war so enttäuscht. Er wollte einfach wieder den selben Weg versuchen und mich in ein Tief laufen lassen. Er versteht einfach oft nicht meine Gefühlslage, wie ich empfinde und was ich brauche. Es war so ernüchternd. Ich weinte. Und er schottete sich gleich wieder ab, sprach kein Wort. Durch mein Flehen dann konnte ich ihn zumindest soweit bringen, dass er mit mir redete. Aber irgendwie war der Wurm drin, denn verstanden hatte er mich nicht. Wir versuchten es erneut. Er band mir die Hände nur zusammen und nicht an der Heizung und ließ mich liegen. Das machte mich wahnsinnig, denn ich bin noch nicht soweit, dass man mich einfach allein lassen kann. Ich bat ihn, die Fesseln ab zu machen. Er tat es und wir waren beide tief enttäuscht. Wir fingen auch wieder an zu diskutieren und unter Tränen konnte ich ihm wohl halbwegs meine Gefühlswelt in diesem Moment klar machen.

 

Aber es war für uns beide so sehr anstrengend. Er hat sich entschuldigt, dafür, dass er zu schnell war, dass er mich nicht verstanden hat.

 

Danach war es gut. Wir schliefen Arm in Arm ein. Ich liebe ihn sehr. Und es tut mir so leid, wenn es solche Situationen gibt. Aber ich kann nichts für meine Gefühle und es wird noch lange dauern, bis ich so stark bin, ihm zu dienen, wie er es verdient hat

 

Sahni

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12.07.2006 - Alltag

Wie ist sich das Leben als Sklavin vorzustellen?

 

Im Prinzip führe ich für die Außenwelt ein ganz normales Leben. Ich trage ganz normale Kleidung, ich arbeite in einer guten Firma mit Ansehen, ich bin - was die Arbeit betrifft - etabliert, wenn man das als kleine Auszubildende sagen kann. Ich mache so ziemlich das selbe, wie jede andere (ich wollte erst "normale" schreiben, aber bin ich nicht normal?) junge Frau auch: Ich mag meine Blumen auf dem Balkon, ich lese sehr viel, ich mag Schnulzen, ich liebe Nudeln und schlafe so unglaublich gern. Ich denke ich bin durchschnittlich intelligent, wenn auch manch einer etwas anderes behauptet ;o)

Meine, also unsere, Wohnung ist eingerichtet wie jede andere auch. Alles ganz normal. Und kommst du zu Besuch, würdest du vermutlich glauben, dass ich den Ton hier angebe. Ich kann sehr laut sein, ich lache und rede sehr sehr viel.

 

Und doch ist alles so ganz anders: Wenn er mir etwas sagt, versuche ich immer mein Bestes um seine Wünsche zu erfüllen, wenn er etwas tun will, so mache ich fast immer alles sehr gerne mit, möchte er etwas nicht, so werde ich alles tun, diese Dinge nicht mehr zu tun.

Beispiel: Er sieht es gerne, wenn ich ohne BH rumlaufe. Auf der Arbeit geht das natürlich nicht und das würde er auch niemals verlangen, aber sobald ich zu Hause bin, kommt der BH weg. Daran musste ich mich sehr lange gewöhnen, aber mittlerweile mag ich das.

Sagt er "Bring bitte den Müll runter." So tu ich das sofort, auch wenn ich so wenig lust habe.

 

Es hört sich so sehr erniedrigend an, aber das ist es nicht für mich. Wenn ich etwas nicht möchte, wenn ich sage, dass mir etwas zuviel wird, dann ist das okay und wir suchen nach einer anderen Lösung. Ich werde zu nichts wirklich gezwungen, es ist eher dass ich die Dinge aus Liebe tue, denn er gibt mir mehr zurück als jeder andere Mann das tun könnte: Liebe und Sicherheit.

 

Ich bin ein Mensch der sich nicht entscheiden kann: Pfannkuchen oder Würstchen? Weggehen oder zu Hause bleiben? Private Entscheidungen fallen mir unglaublich schwer. Dafür habe ich ihn, er nimmt mir viele Entscheidungen ab, denn im Arbeitsbereich und in meinem "öffentlichen Leben" muss ich genug entscheiden und fühle mich deshalb einfach nur wohl, wenn dies er übernimmt. Und er liebt mich. Er liebt mich wie noch nie ein Mann mich geliebt hat und das gibt mir ein unglaublich gutes Gefühl.

 

Trotz des ganzen Glücks gibt es auch immer und immer wieder Situationen, in denen wir beide niciht weiter wissen. Diese Situationen stehen so ziemlich immer im Zusammenhang mit meiner Vergangenheit (dazu vll später mehr). Viele Dinge habe ich noch nicht verarbeitet und diese Dinge lösen in vielen harmlosen Situationen kleinere Katastrophen aus. Ich bin sehr misstrauisch, nicht immer nur phasenweise, und ich habe große Ängste (Verlustängste, Angst vor öffentlicher Bloßstellung durch meine Vergangenheit usw.) Dadurch, dass diese "schlechten Dinge" aber nur periodisch auftreten, haben wir beide Probleme damit umzugehen. Dann weine ich viel und er zieht sich zurück, weil er mich nicht versteht und nicht weiß, wie er sich verhalten soll, denn meistens ist sowieso alles falsch was er tut *lächel*

 

Wir können darüber reden, doch oft erst lange danach, oder zumindest kommt es mir vor, als sei viel Zeit vergangen, dabei waren es vielleicht nur Minuten. Deshalb brauche ich einfach dieses Blog. Er weiß davon nichts, was mir ein sehr sehr schlechtes Gewissen macht, denn für mich grenzt das hier fast an einen Betrug. Ich liebe ihn. Aber dies hier brauche ich für und nur für mich.

 

Clara Marie

 

 

P.S.: Das war nun etwas lang *G* Wer bis hier her gelesen hat, ist nur zu bewundern.

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12.07.2006 - Der Anfang

Nun, dies nennt man dann wohl den ersten Eintrag. Wahrscheinlich wird das ein erster Eintrag, wie hundert andere Frauen hier vor mir ihn schon erstellt haben. Und doch glaube ich, wird dieses Blog eine andere Wendung nehmen, als die meisten Blogs hier.
Ich habe mich entschieden ein Blog zu schreiben, weit ab von allem, was mich ausmacht, von allem und allen die mich kennen. Denn das was ich hier schreiben werde, wird die meisten, die mich kennen, erschüttern. Denn eigentlich kennt mich kaum jemand. Außer mein Herr.

Ja, ich bin eine Sklavin. Ich bin froh darüber, wenn es auch oft sehr viel schwerer ist, als ich es mir wünsche. Und genau aus diesem Grund dieses Blog. Ich habe niemanden - außer meinem lieben Freund und Herrn natürlich - mit dem ich über Probleme in meiner Beziehung reden kann. Sicherlich, mein Herr, mein Freund, ist der Liebste und Perfekteste für mich und er gibt sich alle Mühe, mich glücklich zu machen. Dennoch gibt es immer und immer wieder Situationen, in denen mich meine Rolle enttäuscht, in denen er mich enttäuscht und vor allem in denen ich mich enttäusche. Dies sind Dinge, die ich zwar mit ihm bespreche, doch muss ich auch mal woanders  mein Gedankengut los werden.

So bin ich hier her gekommen. Wahrscheinlich wird hier viel negatives stehen. ABER: Ich bin sehr sehr glücklich, ich habe mein Leben nie so genossen wie in der Zeit mit meinem Freund (ich werde nicht immer dazu schreiben, dass er mein Herr ist, denn das versteht sich von selbst) Ich bin glücklich. Aber durch meine Vergangenheit gibt es auch Punkte im Leben, an denen wir beide zu scheitern drohen - oder zumindest wo es sehr sehr schwer wird.

Dies hier soll mir Erleichterung schaffen.
Clara

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Wut und Enttäuschung einer Sklavin

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